Warum ein ChatGPT Wasserzeichen-Tool nicht kommen wird und das Problem der KI Ghostwriter sowieso nicht lösen würde

Die Verwendung von generativer KI im Bildungsbereich und darüber hinaus wird weiterhin kontrovers diskutiert, insbesondere im Hinblick auf Authentizität und akademische Integrität. Manche Universitäten haben bereits Richtlinien, in denen die Offenlegung jeglicher KI Nutzung gefordert wird, allerdings muss man ohne Kontrollmechanismus auf die Redlichkeit der Studierenden hoffen.
Die teilweise eingesetzten KI Detektoren funktionieren nicht zuverlässig KI-Erkennungssoftware? Wenn Du abgibst, dann ist es zu spät!. Der Marktführer für generative KI, OpenAI, hatte zunächst selber ein Tool zur Herkunftsanalyse von Text entwickelt, dies aber wegen mangelnder Genauigkeit bald wieder eingestellt (New AI classifier for indicating AI-written text).

Daher ist es nicht verwunderlich, dass Versuche unternommen wurden, den KI-generierten Texten ein „Wasserzeichen“ zur leichten (Wieder-)Erkennung und Klassifizierung mitzugeben. Dabei integriert das Sprachmodell bei der Wortauswahl (bzw. technische korrekter „Tokenauswahl“) einen kleinen Bias, also die Nutzung bestimmter Wörter um dem Text ein statistisch spezielles, wiedererkennbares Muster zu geben (A Watermark for Large Language Models). Dadurch wird sich der Text mit „Wasserzeichen“ ein wenig von solchem ohne Wasserzeichen unterscheiden, da die Wortauswahl nicht ganz frei erfolgt – die Qualität der Texte wird dadurch in der Regel etwas monotoner und eher schlechter.

OpenAI hat kürzlich berichtet, dass dieses Verfahren mit einer hohen Wiedererkennungsrate funktioniert (Understanding the source of what we see and hear online).
Im gleichen Artikel wird allerdings auch berichtet, warum man dieses Verfahren nicht zum regulären Einsatz bringen wird. Es gibt drei Wege um das Wasserzeichen-Muster zu ändern und somit die Klassifizierung zu verhindern:

  • Den Text mit einer Übersetzungssoftware in eine anderen Sprache und wieder zurück zu übersetzen (ein einfacher Trick den Betrüger schon bei Copy&Paste Plagiaten erfolgreich eingesetzt haben).
  • Den Text von einem anderen Sprachmodell umformulieren lassen.
  • Das Sprachmodell selbst könne bei der Generierung des Textes ‘überlistet’ werden, indem man es via Prompt beauftrage spezifische Wörter oder Zeichen zwischen jedes Wort einzufügen, um diese dann im Nachgang mit einem einfachen ‘Suche&Ersetze’ zu entfernen. Daher sei die Umgehung des Wasserzeichen-Verfahrens „trivial für böswillige Akteure“.

Davon abgesehen würde eine einseitige Einführung von OpenAI vermutlich als Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Sprachmodellen wie Google’s Gemini oder Anthropic’s Claude gesehen. Immerhin könnten dann auch Texte außerhalb des akademischen Kontexts als KI-generiert klassifiziert werden, ohne Wissen der Ersteller – was möglicherweise zu deren Nachteil ausgelegt würde.
Weiterhin ist eine Unterscheidung der Einsatzart auch nicht möglich – also etwa ob ein Text mit Argumenten und Ideen vom Autor selbst entwickelt und geschrieben wurde, und KI nur am Ende den sprachlichen Feinschliff lieferte oder komplett ohne Grundlage aus der KI kommt. Dadurch könnten bspw. Nicht-Muttersprachler benachteiligt werden, wenn dann vermutet würde, dass keine Eigenleistung vorliegt.

Daher scheint die Dokumentation des Forschungs- und Schreibprozesses weiterhin als sehr viel verlässlicher, um transparent und fair zu beurteilen, wie hoch der Eigenanteil des Autors an der Textentstehung war.

KI ist gekommen um zu bleiben. Wohin geht die Bildung?

In einer Welt, die zunehmend von digitalen Technologien geprägt wird, steht die Bildung vor einem Paradigmenwechsel. Künstliche Intelligenz (KI), insbesondere generative KI, verändert nicht nur den Bildungssektor, sondern eröffnet auch neue Horizonte für individuelles Lernen und Lehrmethoden. Als innovatives Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Software zur verantwortungsvollen und transparenten Nutzung von KI spezialisiert hat, ist Mentafy an vorderster Front dieser Transformation. In diesem Blogpost beleuchten wir die bedeutendsten Chancen und Risiken, die KI für die Bildung der Zukunft mit sich bringt, und stellen Maßnahmen vor, die ergriffen werden sollten, um sicherzustellen, dass KI einen positiven Einfluss auf unsere Bildung und damit auch ultimativ auf unsere Gesellschaft hat.

Chancen durch KI in der Bildung

1. Personalisierung des Lernens

KI hat das Potenzial, das Lernen zu revolutionieren, indem sie individuelle Lernpfade erstellt, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Fähigkeiten jedes einzelnen Schülers zugeschnitten sind. Adaptive Lernsysteme analysieren kontinuierlich die Lernfortschritte und passen die Lehrmethoden und Materialien entsprechend an. Dies fördert nicht nur ein effektiveres Lernen, sondern auch die Motivation der Schüler, da sie in ihrem eigenen Tempo und nach ihren eigenen Interessen lernen können.

2. Zugänglichkeit und Inklusion

Eine der größten Stärken von KI ist ihre Fähigkeit, Barrieren abzubauen und Bildung für alle zugänglich zu machen. KI-gestützte Plattformen können Lernmaterialien in verschiedenen Formaten bereitstellen, sei es als Text, Audio oder Video, und somit Schülern mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten den Zugang erleichtern. Darüber hinaus ermöglichen diese Technologien den globalen Austausch von Wissen, indem sie Lernressourcen auch in Regionen verfügbar machen, die bisher nur begrenzten Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung hatten.

3. Effizienz und Unterstützung für Lehrkräfte

KI kann eine Vielzahl von administrativen Aufgaben automatisieren, die normalerweise viel Zeit in Anspruch nehmen, wie zum Beispiel die Bewertung von Prüfungen oder die Verwaltung von Schülerdaten. Dadurch haben Lehrkräfte mehr Zeit, sich auf die individuelle Betreuung und die pädagogische Entwicklung ihrer Schüler zu konzentrieren. Außerdem kann KI Lehrkräfte bei der Erstellung von Unterrichtsmaterialien unterstützen und durch die Analyse von Lerndaten wertvolle Einblicke in effektive Lehrstrategien bieten.

Risiken durch KI in der Bildung

1. Datenschutz und Sicherheit

Mit der Sammlung und Analyse von Lerndaten durch KI-Systeme geht ein erhebliches Risiko des Missbrauchs und der unzureichenden Sicherung persönlicher Informationen einher. Der Schutz der Privatsphäre der Schüler muss oberste Priorität haben, um das Vertrauen in diese Technologien zu gewährleisten.

2. Abhängigkeit und Verlust menschlicher Fähigkeiten

Eine übermäßige Abhängigkeit von KI könnte dazu führen, dass sowohl Lehrkräfte als auch Schüler ihre kritischen Denkfähigkeiten und Kreativität vernachlässigen. Es besteht die Gefahr, dass der Bildungsprozess entmenschlicht wird, wenn die zwischenmenschliche Interaktion zugunsten automatisierter Systeme reduziert wird.

3. Ungleichheit und Zugangsbarrieren

Der Zugang zu KI-gestützten Bildungsressourcen ist oft ungleich verteilt, was bestehende Bildungsungleichheiten verschärfen könnte. Regionen mit begrenzten finanziellen und infrastrukturellen Ressourcen könnten Schwierigkeiten haben, mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten.

Maßnahmen für einen positiven Einfluss von KI auf Bildung und Gesellschaft

1. Förderung digitaler Kompetenzen

Um den effektiven und kritischen Einsatz von KI in der Bildung zu gewährleisten, sollten Schulen und Bildungseinrichtungen Programme zur Förderung digitaler Kompetenzen für Lehrkräfte und Schüler implementieren. Dies stellt sicher, dass alle Beteiligten die Vorteile der Technologie nutzen können und deren Risiken verstehen.

2. Schaffung ethischer Richtlinien und Regulierungen

Klare ethische Richtlinien und Regulierungen für den Einsatz von KI im Bildungsbereich sind unerlässlich, um den Datenschutz zu gewährleisten und Missbrauch zu verhindern. Transparenz in der Datennutzung und die Einhaltung strenger Datenschutzstandards sollten die Grundlage jeder KI-Anwendung in der Bildung bilden.

3. Investitionen in Forschung und Infrastruktur

Regierungen und Bildungseinrichtungen sollten in die Forschung zur Entwicklung fairer und inklusiver KI-Systeme investieren und die notwendige Infrastruktur bereitstellen, um den Zugang zu diesen Technologien für alle Lernenden zu ermöglichen. Diese Investitionen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass niemand von den Vorteilen der KI ausgeschlossen wird.

Fazit

Künstliche Intelligenz bietet immense Möglichkeiten, die Bildung zu transformieren und zu verbessern. Durch personalisiertes Lernen, erhöhte Zugänglichkeit und Unterstützung für Lehrkräfte kann KI eine inklusivere und effektivere Lernumgebung schaffen. Gleichzeitig müssen wir jedoch die Risiken im Auge behalten und proaktive Maßnahmen ergreifen, um den verantwortungsvollen Einsatz dieser Technologien zu gewährleisten. Bei Mentafy sind wir fest davon überzeugt, dass durch die richtige Balance und sorgfältige Umsetzung von Maßnahmen KI einen positiven Einfluss auf die Bildung und die Gesellschaft haben kann. Lassen Sie uns gemeinsam die Bildung der Zukunft gestalten – transparent, verantwortungsvoll und inklusiv.

Mentafy auf der LEARNTEC 2024

Sehen Sie Mentafy auf der LEARNTEC 2024: Akademische Integrität trotz KI

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Mentafy auf der LEARNTEC 2024 vom 4. bis 6. Juni in Halle 2, Stand J26 vertreten sein wird! Entdecken Sie, wie unsere Spitzentechnologie das akademische Schreiben verändert, indem sie SchülerInnen und StudentInnen hilft, KI sicher und effektiv zu nutzen.

Wir präsentieren unser erstes Produkt: Der Akademische Schreibassistent

Unsere innovative Plattform unterstützt Studierende bei der Erstellung akademischer Arbeiten und gewährleistet dabei Integrität und Originalität. Zu den wichtigsten Funktionen gehören:

  • Schreib-Recorder: Dieses leistungsstarke Tool erkennt potenzielles Fehlverhalten und verhindert unbeabsichtigte Plagiate, Ghostwriting und insbesondere die Verwendung von KI, um sicherzustellen, dass die Arbeiten der Lernenden authentisch sind.
  • Forschungsprotokoll: Wir helfen den Lernenden bei der Straffung ihrer Recherchen und einer ordnungsgemäßen Dokumentation, die sich nahtlos in ihr Schreibtagebuch einfügt, welches als Nachweis Ihrer Eigenleistung fungiert.
  • Management von Schreibprojekten: Die Lernenden erhalten Hilfe bei der Einhaltung der notwendigen Schritte für eine gute Arbeit. Lehrkräfte können diese nach ihren eigenen Richtlinien anpassen.

Warum sollten Sie uns besuchen?

An unserem Stand können Sie:

  • Live-Demonstrationen sehen: Erleben Sie unseren Assistenten für akademische Arbeiten in Aktion und erfahren Sie, wie er die akademische Integrität sicherstellt.
  • Unser Team kennenlernen: Tauschen Sie sich mit Experten aus, die sich für die Förderung der Bildung durch Technologie einsetzen.
  • Exklusive Einblicke erhalten: Erfahren Sie mehr über kommende Funktionen und Verbesserungen.

Besuchen Sie uns auf der LEARNTEC 2024, Halle 2, Stand J26, und erfahren Sie, wie Mentafy die Nutzung von KI beim akademische Schreiben revolutioniert. Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft der Bildung gestalten!

Weitere Informationen finden Sie auf www.mentafy.com.

3 Gründe für den Einsatz eines digitalen Assistenten beim Schreiben einer wissen­schaftlichen Arbeit

Im Zeitalter des digitalen Wandels ist auch die Bildung keine Ausnahme. Die Schnittstelle zwischen Technologie und Bildung bringt heute eine Vielzahl von Vorteilen für Studierende, Lehrkräfte und Institutionen mit sich. Unter der Fülle von EdTech-Angeboten gibt es bis heute keine überzeugenden Lösungen, die das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit aktiv unterstützen. Aber warum sollten Studierende ein gutes digitales Schreibwerkzeug beim verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit als unverzichtbar ansehen?

1. Eine helfende Hand vom ersten bis zum letzten Buchstaben

Wir alle kennen das – wir starren auf einen leeren Bildschirm und wissen nicht, wie wir unseren Text anfangen, strukturieren oder gar beenden sollen. Besonders für Studierende, die neu in der akademischen Schreibszene sind, kann sich der Prozess wie das Entschlüsseln eines rätselhaften Codes anfühlen. Das bloße Lesen von Leitfäden oder Beispielarbeiten ist gut, kann aber auch leicht zu viel zum falschen Zeitpunkt sein. Hier kommen digitale Assistenten ins Spiel.
Ein interaktiver Mentor führt die Schüler aktiv durch jede Phase des Schreibens. Stellen Sie sich einen digitalen Mentor vor, der in Echtzeit Feedback, Vorschläge und Vorlagen bietet, die auf die Anforderungen des akademischen Schreibens zugeschnitten sind. Er zerlegt die beängstigende Aufgabe in überschaubare Einzelteile und sorgt dafür, dass die Studierenden beim Schreiben lernen.

2. Rund-um-die-Uhr-Unterstützung – ohne zu (ver-)urteilen

Lehrkräfte sind von unschätzbarem Wert. Ihr Fachwissen, ihr Feedback und ihre Betreuung sind die Grundlage für den guten Bildungsweg eines Schülers. Allerdings sind sie nicht rund um die Uhr verfügbar. Fragen am späten Abend, Schreibsitzungen am Wochenende oder Überarbeitungen in den Ferien bedeuten oft, dass die Studierenden auf sich allein gestellt sind.
Außerdem liegt es in der menschlichen Natur, sich vor einer Beurteilung zu fürchten. Ein Schüler könnte zögern, sich mit einer seiner Meinung nach „dummen“ Frage oder einem Entwurf, auf den er nicht stolz ist, an einen Lehrer zu wenden. Hier wird ein digitaler Assistent zu einem nicht wertenden Verbündeten. Er bietet einen sicheren Raum, in dem die Schüler ungehindert Fehler machen, aus ihnen lernen und ihre Arbeit verbessern können.

3. Mit Integrität durch das digitale Zeitalter navigieren

Moderne Technologie, wie chatGPT und andere KI-basierte Tools, hat ihre Vorteile, birgt aber auch Fallstricke. Die Versuchung, Abkürzungen zu nehmen oder unbeabsichtigt zu plagiieren, ist groß. Die akademische Integrität ist jedoch von größter Bedeutung, und ein Verstoß dagegen kann schwerwiegende Folgen haben.
Ein spezielles Tool zum Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten ist auf diese Herausforderung ausgerichtet. Ein solcher digitaler Assistent kann Studierende bei der ethischen Nutzung digitaler Ressourcen anleiten und sicherstellen, dass die Zitate korrekt sind und die Eigenleistung ist. Darüber hinaus bieten diese Tools durch die Dokumentation des Schreibprozesses eine transparente Spur der Ideenfindung, Recherche und des Schreiprozesses eines Schülers und gewährleisten so das Lernen und rechte Bewerten der Arbeit.

Fazit

So wie sich die Bildungslandschaft weiterentwickelt, sollten auch die Werkzeuge und Techniken, die Studierende einsetzen, angepasst werden. Digitale Assistenten für das Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten sollen nicht nur das Leben erleichtern, sondern auch die Qualität der Arbeit verbessern, Fähigkeiten fördern und sicherstellen, dass die Schüler die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters verantwortungsvoll und effektiv nutzen. Die Synergie aus menschlicher Betreuung und digitaler Unterstützung ist die Zukunft, und die Studierenden werden davon immens profitieren.